Die Groov
Die Groov liegt direkt vor Zündorf und ist heute eine vielbesuchte
Freizeitattraktion. Die sogenannte "Freizeitinsel"
lädt mit ihren Wegen rund um die Binnengewässer und dem schönem
alten Baumbestand auf der parkähnlichen Insel zum
spazieren gehen ein. Am Zündorfer Kombibad sind ausreichende
Parkplätze auch für die Groovbesucher vorhanden.
Geht man von dort aus zu den Restaurants am
Marktplatz, wo man schön draußen sitzen kann, kommt man am
großen Spielplatz und der "Internationalen
Minigolf-Sportanlage" vorbei. Am Markt gibt es die
Möglichkeit auf dem Binnengewässer Tretboot zu
fahren.
Vom Marktplatz geht es über den Damm zum Krokodil, der
Fähre nach Rodenkirchen-Weiß. Viele Fahrradfahrer und Skater
nutzen die Gelegenheit hier über den Rhein zu setzen. Sie
kommen aus Richtung Köln über den Leinpfad auf der Porzer
Seite, oder an Rodenkirchen vorbei durch den Auenwald - eine
schöne und sehr beliebte Ausflugsstrecke.
Natürlich kann man sich auch das Treiben am Yachthafen
mit seinen Segelbooten und Motoryachten anschauen oder ein
Sonnenbad an den vielen kleinen Buchten mit Sandstränden
nehmen.
Geschichte
Eine Kiesbank trennte vermutlich schon länger den
Rheinarm, der Zündorfs natürlichen
Hafen bildete, vom Hauptstrom. Diesem geschützten Hafen
verdankte das Dorf seinen früheren bescheidenen Wohlstand. 1625
gab der Herzog von Berg dem Eigentümer des Turmhofes die damals
etwa 5 Morgen große Groov als Erbpacht. Es wurden Weingärten
und Wiesen angelegt. Die vormals mit Weiden bestandene Insel
wurde nach und nach gegen Abtragung befestigt
(Weidenbepflanzung, Faschinen, Krippen).
Mit der Zeit wurde aber trotzdem der obere Teil der
Insel abgetragen, so dass man ab 1849 Gegenmaßnahmen ergriff,
indem man die Insel mittels eines Damm mit dem Festland
verband. Dies führte zu einer beginnenden Verlandung des Hafens
der nachfolgend mehrmals ausgebaggert werden musste. Zur
Verbreiterung des Rheinstromes auf 300 Meter wurde ab 1862 von
der Groov aus Buhnen in den Rheinstrom hinein gebaut, was
ebenfalls zu einer schnellen Verlandung und einer Vergrößerung
der Insel führte.
Trotz der Versuche die Schiffbarkeit des Hafens zu
erhalten, versandete er immer mehr. In den fünfziger und
sechziger Jahren des 20. Jahrhunderts bildete die Groov einen
"schwindsüchtigen" Anblick. Der letzte Aalkutter der
Zündorfer Berufsfischer vermoderte
im ehemaligen Hafenbecken, im südlichen Binnenwasser lag
Gerümpel und die Abwässer flossen ungeklärt in das stinkende
Gewässer.
Nach der Kanalisierung Zündorfs änderte sich endlich das Bild.
Anfang der siebziger Jahre wurden die Binnengewässer der Groov
befestigt und der Yachthafen gebaut. Die Groov selber erhielt
ihr parkähnliches Aussehen und wurde zur Freizeitinsel.
Der Plan der Stadt Köln fast alle alten Pappeln zu
fällen, konnte im Herbst 2007 von engagierten Zündorfer Bürgern
vorerst verhindert werden.
Der Name
Groov stammt vom gallischen Wort "grava" =
Kies, Sand, Sandbank ab. Früher wurde die Insel vor Zündorf
auch Grove, Grave oder Mittelwerth (Werth = Flussinsel)
genannt.
externe Links
Abbildungen:[1] Porzer Wappen, aus
"Unser Porz", Heft 2, 1961
Quellen:[1] "Unser Porz" Heft 14,
1972
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letzte Änderung: 10.08.2003
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