[BILD: Porzer Wappen]

Zündorf 

 Das alte Dorf Zündorf liegt zwischen Porz und Langel an einem natürlichen Hafen am Rheinufer.

Verschiedene Ansichten von Zündorf

 Heute ist das malerische Zündorf mit seinen alten Fachwerkhäusern und der parkähnlichen Groov ein viel besuchtes Ausflugsziel. Von dort hat man auch die Möglichkeit mit der Fähre nach Weiß über zusetzen.

Geschichte

 Zündorf hat sich aus den Dörfern Ober- und Niederzündorf entwickelt. Oberzündorf - welches die ältere und die ursprünglich bedeutendere Siedlung war - wurde zum ersten Mal 1009 schriftlich erwähnt.

 Ab dem 13. Jahrhundert überflügelte Niederzündorf durch den Rheinhandel seinen Nachbarort. Im 17. Jahrhundert übernahm Niederzündorf auch den Rheinhandel des durch mehrmalige Plünderungen danieder liegenden Porz. Der Handel florierte hauptsächlich Aufgrund der Möglichkeit zur Umgehung des Kölner Stapels, indem man die Waren auf dem Landweg von Zündorf nach Mülheim transportierte. Nachdem der Kölner Stapel 1831 aufgelöst wurde, verarmte Zündorf.

 Der vermutlich im 12. Jahrhundert gebaute Wehrturm (erste urkundliche Erwähnung 1380), der manchmal auch fälschlicherweise als Zollturm bezeichnet wird, ist heute eine Außenstelle des Kölner Stadtmuseums.

[ZEICHNUNG VON ZUENDORF]

 Seit dem Mittelalter befindet sich vor Zündorf eine Insel mit Namen Groov oder Mittelwerth. Der Rheinarm zwischen Insel und Zündorf bildete einen natürlichen Hafen und die Grundlage für den Aufstieg Zündorfs als Warenumschlagplatz. Nachdem die Südspitze der Insel 1852 mit dem Festland verbunden wurde, versandete der Zündorfer Hafen immer mehr und konnte schließlich nicht mehr genutzt werden.

 1797 hatte Niederzündorf 68 Feuerstellen mit 272 Einwohnern, 8 Pferden und 10 Stück Rindvieh. Dazu gehörten 493 Morgen Ackerland. Oberzündorf hatte 38 Feuerstellen mit 110 Einwohner, 8 Pferden und 10 Stück Rindvieh. Dazu gehörten 1011 Morgen Ackerland. 1997 (also genau 200 Jahre später) hatte Zündorf 8.857 Einwohner in 3.992 Wohnungen und 4.530 PKW's.

  Die Kirche St. Martin in Oberzündorf stammt aus dem 12. Jahrhundert (Langbau aus dem 18. Jahrhundert), ist aber ein Nachfolgebau einer noch älteren Kirche (erste Erwähnung 1009). Die neugotische Backstein-Kirche in Niederzündorf - St. Maria Geburt - wird 1895-1897 direkt neben der alten Kirche gebaut. St. Michael von Niederzündorf wird 1155 zum erstem Mal erwähnt. Beide Kirchen sind die ältesten in der Gegend und Mutterpfarren vieler Nachbargemeinden. Im 16. Jahrhundert kam die Pfarre Oberzündorf an die mittlerweile größere Pfarre in Niederzündorf.

 Mehr zur Geschichte von Porz.

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Der Name

 Die Entstehung des Namens Zündorf ist unbekannt. Früher wurde es auch Zudendorp, Zudindorp, Udendorp oder Zuhudendorp geschrieben.


Abbildungen:

[1] Porzer Wappen, aus "Unser Porz", Heft 2, 1961
[2] Bildserie zu Zündorf von H. Felder, 2001/2002
[3] Zündorf, gezeichnet von Theo Brettner, Titelbild "21. Inselfestzeitung" CDU, 1998

Quellen:

[1] "Heimatbuch des Landkreises Mülheim am Rhein" von J. Bendel, 1925
[2] "Porz - Die Junge Stadt am Rhein" von der Stadtverwaltung Porz, 1951
[3] "Zahlen-Daten-Fakten für den Stadtbezirk Köln-Porz" Stadt Köln, 1997
[4] "Zahlen-Daten-Fakten für den Stadtbezirk Köln-Porz" Stadt Köln, 2001

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letzte Änderung: 12.08.2002